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Was war die DDR ???

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein zunächst totalitär, später dann autoritär regierter realsozialistischer Staat in Mitteleuropa. Er bestand von 1949 bis 1990.

Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgte vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Betreiben der Sowjetunion, nachdem zuvor mit Unterstützung der drei West-Alliierten auf dem Gebiet ihrer Besatzungszonen (Trizone) die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden war.

Der Aufbau der DDR wurde maßgeblich durch die Gruppe Ulbricht bestimmt, welche die Rückendeckung Josef Stalins hatte. Im staatlichen Selbstverständnis nach 1952 wurde die DDR als erster deutscher "sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern" charakterisiert, Wahlen dienten der Legitimation der SED, waren aber von Beginn an manipuliert. Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurden anfänglich enthaltene föderale Elemente im Staatsaufbau aufgegeben.Der "Aufbau des Sozialismus" nach den Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands als "marxistisch-leninistischer Partei der Arbeiterklasse" wurde zunehmend autoritär und zentralistisch durchgeführt.

Die friedliche Revolution 1989/90 markierte das wirtschaftliche und politische Scheitern der DDR. Die 1990 erstmals frei gewählte Volkskammer beschloss die Wiederherstellung von ostdeutschen Ländern und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland als einen Akt der Selbstbestimmung. Die Existenz der DDR wurde damit zum 3. Oktober 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung beendet.

 

Was war erlebte ich in der DDR ???

Inhaltsübersicht:

  • Hurra ich bin ein Pionier

 

Hurra ich bin ein Pionier...

pioniere.jpgIn meiner Heimatstadt gab es etwas ganz Besonderes! Was? Ein Pionierhaus !

Hier konnten die Kinder in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Fachkabinetten ihre Freizeit sinnvoll und kreativ unter Anleitung von ehrenamtlichen Betreuern gestalten. Bei vielen Anlässen wurden Lieder der Pioniere gesungen. In der 4. Klasse, nun wurde man ein Thälmannpionier und stolz zierte das "rote" Halstuch die Pionierkleidung. Nun endlich ein "großer Pionier". Die Aufnahme geschah meist im feierlichen Rahmen, z.B. bei der Patenbrigade. Viele waren mächtig stolz darauf.

Die "kleinen" Pioniere

Mit der Mitgliedskarte in der Hand und den Geboten der jungen Pioniere, welche es durch das Versprechen galt einzuhalten, blickten wir in die Zukunft.Stolz trugen wir die weiße Pionierbluse, bzw. das Pionierhemd mit dem Flammenzeichen am linken Arm und das blaue Halstuch bei festlichen und schulisch bedeutenden Anlässen, wie z.B. bei der Zeugnisausgabe. Viele Veranstaltungen im Pionierhaus, in den Arbeitsgemeinschaften füllten das Leben in den Pioniergruppen der Klassen. Auch die Patenbrigade darf man nicht vergessen.

Ach ja, es war kein Muß, nicht alle Schüler waren Jungpioniere.

Die "großen" Pioniere

Das blaue Halstuch war den Jungpionieren schon bekannt. In der vierten Klasse kam der Augenblick, wo sie ein wenig "erwachsener" wurden.

ht.pngAb dem Jahr 1973 tauschten die Pioniere im feierlichen Rahmen das blaue gegen das rote Halstuch.

Schon als Vorbild für die Jungpioniere und in Vorbereitung auf die Aufnahme in die FDJ waren die Thälmannpioniere stets bei den "Aufgeboten" dabei. Diese waren z.B. Altstoffsammlungen, Pioniermanöver und die Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften.

Und nicht zu vergessen die Pionierdiskotheken mit alkoholfreien Getränken ...

 

Pionierbluse & Pionierhemd

Das blaue Halstuch trugen die Jungpioniere der 1. bis 3. Klasse.

Ab der 4. Klasse wurde das rote Halstuch Zeichen der Thällmannpioniere. Zur kompletten Pionierkleidung gehörte eigentlich noch ein blaues

Käppi mit dem Emblem der JP und die blaue Hose, bzw. der blaue Rock. Diese wurden jedoch meist nicht mehr getragen.

Daneben gab es verschiedene & Ärmelabzeichen, die zu einen die Zugehörigkeit zum Pionier-, Gruppen- oder Freundschaftsrat kennzeichneten,

bzw. zu einer Arbeitsgemeinschaft (z.B. junger Techniker, junger Naturforscher, usw.). Zum anderen zeigten sie eine erhaltene Auszeichnung.

Ergänzt wurde das Ganze durch zahlreiche Abzeichen. Das Bekannteste und Begehrteste war das Abzeichen "Für gute Arbeit in der Schule"

und das "Thälmannabzeichen", welche alljährlich zur Zeugnisausgabe an die besten Pioniere verliehen wurde.in

 

Burkhard Walenciak  .  Fischdiek 61  .  25524 Itzehoe